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das sogar den ansehnlichen Rcichthum ihres Bakersweit überwog.
Doris Olfen (so nannte sie sich, weil ihr der NameDorothea zu altfränkisch klang) hatte kurz zuvor ihrenzweiundzwanzigsten Geburtstag mit großem Geprängebegangen. Die Zahl XXII glänzte mit Zuckerschrist aufTorten, brannte mit Feuerzügen ini erleuchteten Gar-ten , stand den poetischen Glückwünschen einiger Haus-schmarotzer auf die Stirn gedruckt, und war noch anvielen andern Orten angebracht, um das Kirchenbuch,das der Königin des Festes eine Last von dreißig Jah-ren aufbürden wollte, Lügen zu strafen. Wer abervon der überall in's Auge springenden Ziffer hinweg inDorchens Angesicht sah, stellte der geistlichen Urkundevollen Glauben bei, und würde sogar ihre Wahrhaftig-keit nicht bezweifelt haben, wenn sie auch ein Jahr-zehend mehr angesagt hätte. Es machte daher einenwidrigen Eindruck, daß sich die reizlose Dame noch jetzt,da der Herbst ihres Lebens mit starken Schritten her-einbrach, wie ein erst aufblühendes Mädchen schmückte,und die kindische Naivheit der aus Kotzebue's India-nern in England bekannten Gurli nachäffte. Dieselächerliche Ziererei, die sie überall zur Schau trug,hätte den ernsten und geradsinnigen Ferdinand von ihrzurückgeschreckt, wenn er auch sonst geneigt gewesenwäre, sich mit ihr zu verbinden.
Die beiden Alte» hatten sich über die Punkte derEhestiftung unter vier Augen verglichen, und das Ge-schäft, sie in eine rechtskräftige Form zu bringen, demerfahrenen Notar Kilian überlasten. Dieser gute undziemlich betagte Mann war in dergleichen Angelegen-heiten der gewöhnliche Schriftsteller, und hatte in sei-