Der Heirathsvertrag.
„Mein Himmel! in was für einer verkehrten Weltlebt man jetzt!" rief Herr Peter Asten, und warf seinedampfende Pfeife aus der Hand. „Jedes Ci will klü-ger seyn, als die Henne, und ein ehrlicher Vater mußseine widerspenstigen Kinder mit Donnerwettern desZorns in die Arme des Glücks treiben! — Kurz, Fer-dinand, Ein Wort für tausend: du heirathest die fürdich gewählte Braut, und halst dich auf den Abendbereit, den Ehevertrag zu unterzeichnen!" —
Ferdinand wollte neue Vorstellungen beginnen; aberder Vater sprang ungestüm auf, schob ihu, ohne weiterein Wort zu verlieren, mit beiden Händen zur Thürhinaus und verriegelte sie.
Traurig ging der junge Mann in sein Zimmer undschrieb einen langen, rührenden Brief, worin er demVater das bis jetzt verschwiegene Bekenntniß that: seinHerz sey nicht mehr frei, sondern das ewige Eigen-thum eines armen, aber edelu Mädchens. — VerlorneMühe! Herr Peter Asten sandte den Brief unerbrochenLangbcln'ö sämmrl. Schr. XV. Bd. 7