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zu rette», und Du wirst es, Du mußt es thun, wennnoch ein menschlicher Blutstropfen in Deinen Adernfließt. Sende mir als Zeugniß Deines redlichen Willensnur einen Zettel, mit Ja und Deinem Namen be-schrieben. Dieß oder ein anderes Trostreichen von Dei-ner Hand will ich bis Mitternacht geduldig erwarte».Eile damit, so Du nicht willst, daß Dein Geburtstagmein Sterbetag sey! Denn ich mag die Sonne nichtsehen, die mich als verurtheiltcn Verbrecher beschcinensoll." —
Dornfelds Gewissen ward durch diesen Brief mächtigerschüttert. Cr sah nach der Uhr; die Mitternachts-stunde war vorüber; er fürchtete das Schrecklichste undstürzte fort, um eine That zu verhindern, die seineStirn mit dem Brandmale des öffentlichen Avscheueszu bezeichnen drohte. Aber sie war leider schon ge-schehen. Er fand vor Lamberts Wohnung einen Aus-lauf von Nachbar», die ein Pistolenschuß aus demSchlafe geschreckt hatte. Mit verhülltem Gesicht, undohne zu fragen, was vorgehe, drang der Präsidentdurch die Schaar der Neugierigen ins Haus. LauteJammerlöne leiteten ihn an ein Zimmer. Er riß mitAngst und Zittern die Thür auf. Lamberts blutigerLeichnam starrte ihm entgegen. Amalie kniete, ganzin Schmerz aufgelöst, vor dem Ruhebette, auf welchemer ausgestreckt lag. Sie sah sich um, und schaudertewie vor einem Gechenste, als sie aus der Thürschwelleden Todfeind des Entseelten erblickte. Er wollte nähertrete»; sie wies ihn mit vorgestreckien Hände» von sichab. „Ich beschwöre Sie, entfernen Sie sich!" rief sie.„Das Blut meines Mannes schreit über Sie gen Him-mel!" — Er bebte mir Entsetze» zurück und floh in