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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Lücke blitzten aus seinen rollenden Augen. Lambertantwortete nicht. So trennten sie sich.

Bald nachher vollzog der Hofrath seine Verbindungmit Amalien. Herr von Dornfeld nahm die MeldungS-karte, die ihm Jener zusandte, nicht au.

Dieser abgeschmackte Trotz vertrat bei ihm die Stelleeiner Kriegserklärung. Er hob allen geselligen Verkehrmit seinem vieljährigcn Freunde plötzlich auf, und ließihn, so oft er zum Besuch erschien, vor der Thüre ab-meisen. Desto mehr machte er sich in Amtsgeschäftcnmit ihm zu thun. Er spielte gegen ihn, kalt und steif,den hohen Vorgesetzten, und benahm sich völlig so, wieein kleinei, hämischer Geist zu hanveln pflegt, wenn ereinem verhaßten Untergebenen das Leben verbittern will.Die schwersten und verdrießlichsten Arbeiten wurdendem Hofrath in einem solche» Uebermaß aufgebiirdet,daß er selten einer freien Stunde genießen konnte, undoft ganze Nächte am Schreibtische durchwachen mußte.Er duldete diesen Druck ohne Murren; aber cs thatihm weh, daß seine lobwürdigsten Aufsätze bitter ge-tadelt und bisweilen ganz als unbrauchbar verworfenwurden. Bei diesen Anfeindungen ließ es der Präsidentnicht bewenden. Ec sprach von dem Hofrath in allenGesellschaften übel, und als dieser an der Reihe stand,in eine höhere Besoldung zu rücken, ward ihm durch«inen geheimen widrigen Bericht an den Fürsten diesegerechte Hoffnung vereitelt.

Er halte bis jetzt alle Bedrückungen mit stummerGeduld ertragen. Da er aber indessen Vater von meh-rern Kindern geworden war, und seine dadurch erwei-terte Haushaltung bei dem geringen Einkommen, dessener noch zur Zeit genoß, nicht länger bestehen konnte, so