Gefährtin. Dornfeld hob sich, ungeachtet er an Kennt-niffen tief unter seinem Freunde stand, durch den Hebeldes Reichtbums schnell über ihn empor. Lautende fan-den das unrecht; Lambert aber freute sich über daßGlück dessen, den er mehr als sich selbst liebte.
Scho» waren sie Männer non fünsunddreißig Jahren,als die Liebe einen Zankapfel unter sie warf. An EinemTage und in Einer Stunde sahen sie die schöne, geist-reiche Amalie, und verließen mit gefesselten Herren dasHans, wo sie diese Dekannttchaft gemacht hatten. DerSchlaf floh in der folgenden Nacht einen wie den an-dern, und ließ ihnen Muße zu der Entschließung, sichum das treffliche Mädchen zu bewerbe». Dieser Vor-satz war das erste Geheimniß, das sie einander nichtvertrauten. Still ging jeder seinen eigenen Weg »achdem vorgesteckten Ziele.
Dorn seid, der sich um diese Zeit aus leidigem Ueber-mukhe in de» Adelstand erheben ließ, betrachtete Rangund Gold als die stärksten Magnete für ein weiblichesHerz. Ec glaubte, feine doppelt wichtige Perlon scydas Augenmerk aller jungen unverhciratheten Damenund der Gegenstand ihrer feurigsten Wünsche. Volldieses Dünkels zeigte er im Umgänge mit Amalien einkühnes, zwangloses Selbstvertrauen, das ihr Zartgefühlbeleidigte, und ihm, als er sich ihr mit der Miene derHerablassung zum Gemahl antrug, eine abschlägige Ant-wort zuzog. Er verließ sie mit Beleidigungen, und inseinem Busen traten Haß iznd Rachgier an die Stelleder Liebe.
Amaliens Gunst hatte sich schon zuvor seinem be-scheidener» Freunde zugcneigt. Er konnte ihr zwar vonallen schimmernden Herrlichkeiten, die man Elücksgüter