das Mägdlein und das verwünschte Schloß obendreingeben." —
„Ist oas Ernst?" fragte Hans.
„Auf Ritterwort und Ehre!" versetzte Willbvld.
„Nun, um diesen Preis stürm' ich die Hölle!" schrieJener, und schlug mit seiner Ricsenfaust so gewaltigauf den Tisch, daß einige Becher »mstürzten.
Indem man diesen Eifer belachte, faßre Toralv, überHansens Erklärung nicht wenig erschrocken, schnell denMuth, mit ihm zugleich in die Schranken zu treten.„Ritter Eisenbart," begann er bescheiden, „da Ihr män-niglich zum Geisterbann auffordert, so ist es wohl auchmir erlaubt, einen Versuch zu machen?"
„Warum nicht?" antwortete Willbvld mit einem fro-stige» Tone.
Toralds Einmischung war dem dicken Ritter unge-legen. Sie zerstörte einen schlauen Plan, den er imKopse hatte. Er wollte sich nämlich mit dem Geister-,banne gar nicht befassen, sondern um die Schule herum-gehe» und hernach aufschneiden: er habe einiae Nächtelang in der Burg mit Unholden gekämpft und sie end-lich zum Weichen gezwungen. Es schien ihm leicht,durch solche leere Prahlereien das Fräulein zu gewin-nen! denn da Niemand in der Burg wohnte, so stellteer sich vor, man würde ihm die Schlüssel zu treuenHänden übergeben, und ihn nicht weiter beobachten.Doch bas alles ging anders, wenn sich ihm ein Zeugeseines vorgespiegeltcn Muthes aufdrang. Dieter Unge-mächlichkeit mußte vorgebcuzt werden. Er wandte sichdaher zu Torald und sprach: „Es ist löblich, daß IhrEuch so wenig als ich vor Gechenstern fürchtet; miraber gebührt der Vortanz, und ich bedinge mir dazu