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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Unsichtbar durchlief eS murrendAlle Zimmer,

Schlug die Thüren fast in Trümmer.

Nasielre mit vielen SchlüsselnNrie mit Ketten,

Nürtclte der Schläfer Betten,

Und zerschmetterte die Schüsseln,

Die beim SchmanS, um Geld zu sparen,

Nicht gefüllt gewesen waren.

In späterer Zeit vermählte sich Waldslnar. SeineGattin war gutherzig, vermochte viel über ihn, undbediente sich ihrer sanstcn Gewalt znm Besten der Un-lerldanen ; aber sie starb schon im ersten Jahre der Ehe,indem sic ein Söhnlein geboren hatte, das den NamenHermann erhielt.

Der Wittwcr schritt bald zn einer ncncn, minder glück-lichen Wahl. Dem kleinen Hermann fiel das schlimmeLoos, eine böse Stiefmutter zu bekommen. Sie über-gab das ihr verhaßte Kind den Händen und der Will-kühr einer rohen, leichtsinnigen Dirne, die den Knabenoft einige Stunden lang in banger Einsamkeit hungern,dursten und weine» ließ, und indessen mit den Knappenund andern Hausdienern kurzweilte.

Einsmals hatte sie im GartenEine halbe SommernachtMit dem Gärtner, ihrem Buhlen,

In geheimer Lust verbracht.

Leise wie ein Schatten wandelt,Eilte sie mir scheuem Buck.

Vor der Lampen Strahl sich schämend,In die rvdte Burg zurück.