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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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in den Worten:Zur Ausrichtung des süßenBrests." Der Greis erschrack; doch freudig und ehr-lich verwandte er die willkommene Spende zu einer gu-ten Mahlzeit, bei welcher die armen Gäste einige Stun-den lang ihres Jammers und Elends vergaßen.

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Aiv furchtbare Kindunirtvri».

Der süße Brei denn mit dessen Geschichte habenwir es hauptsächlich zu thun lebte nun ohne weiternAnstoß ein Jahrhundert fort. Es erwuchsen sogar jün-gere Geschwister um ihn her, Die meisten nachbarlichenRitter gaben nach und nach ihren Dorfschaften ein ähn-liches Jahrfest. Doch thaten sie es nicht gerade am er-sten Mai, sondern sie wählten dazu ihre Geburtstageoder andere merkwürdige Zeitpunkte ihres Lebens.,

So ging die Sache trefflich ihren Gang, bis Walde-mar von Rosenberg, Osmunds Urenkel, an die Reihekam, auf Wittgau zu herrschen.

Auf diesem Manne ruhte nicht der Geist seiner edlenVäter. Er behandelte seine Untersassen stolz und hart.Auch besaß ihn der Geiz, und daher war ihm der Maikein Wonnemond, weil ihm das große Volksmahleine verdrießliche Ausgabe verursachte. Ec hätte diesesFest ganz aufgehoben, wenn ihm nicht bange gewesenwäre, einen unangenehmen Besuch von seiner Urgroß-mutter zu erhalten. Der süße Brei ward also zwaraufgetischt, aber mit solcher Kargheit, daß der StifkerinGeist darob zürnte. Darum war es gemeiniglich in derfolgende» Nacht auf der Burg nicht geheuer.