damals zu kleiden pflegten. Er machte den Herrschaftenim Bette einen tiefen Reverenz und Hub an:
»Zu uns hlluib lg das cykrückt erktliugen,
Daß ihr her Väter Schtrß zerstören wettr,
Das laug' und rühmlich mit eer Zeit gerungen,
Unv tcr Natur !>ic alte Schuld uu» zellt!
Der Panzer seiner Mauern ist zersprungen,
De» ThurmrS Sannt ins Thal hlnabgcrallt!
Drum reißt die mürbe Dnrg der 4lhueu rwtlends nieder,Bringt nur ins neue Schluß die alte Tugend wieder:"
Ueberralcht und auf keine Antwort gefaßt, erwiederteOsmund diete Anrede mit freundlichen Bewegungen derHand; die Gesandtschaft begnügte sich an dieser stum-men Höflichkeit und trat mit feierliche» Verbellgungen ab.
Dem Ritter und seiner Ehewirthin hob dieser Besucheine Last vom Herzen. Sic hatten vorher besorgt, dieZwerge möchten über die bevorstehende Schleifung derBurg, unter deren Grundfesten sie wohnten, einige Un-ruhen erregen. Nun aber ging Osmund, ihrer hohenGenehmigung versieben, mit einem geschickten Baumei-ster mnthig zu Rathe, ließ Eichen fällen, Steine bre-chen, und begab sich, sammt allen den Seinigen undaller fahrenden Habe, aus der verwitterte» Stammburg,die den Namen Wittgau führte, auf einen Meierhof,den er in der Nähe besaß. Die Eulen und Fledermäuseerlustigtcn sich einige Nächte lang ungestört in den ödenRuinen; aber bald rückte eine Schaar von Maurernan, vertrieb sie aus ihren Klüften, machte das alteSchloß dem Erdboden gleich, und begann aus derselbenStelle den Bau eines neuen, das innerhalb drei Jah-ren vollendet seyn sollte.
Das Werk ging frisch und fröhlich von Statten. Os-