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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
51
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Auch uutkr dcS Schlosses GestadeBegann die Sage zu gehn:

Es liegen »fl. spielend und lachend,

Sich zwergliafre Hausgeister sehn.

Und das hatte seine Richtigkeit. Es war seit ural-ten Zeiten dem Geschlechts von Rosenberg eigen, daßsich kleine, kaum zwei Spannen hohe, doch ungemeinzierliche und manierliche Wesen zu ihm hielten. Sieschlüpften selten aus ihren unterirdischen Wohnungenhervor und bezeigten sich dann immer als gute Geister,die an den Freuden und Leiden der Familie den innig-sten Antheil nahmen. Nur de» dienende» Buben undMägdlein jagten sic bisweilen ein unbedeutendes Schre-cken ein.

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Die Vcsandtschast.

Lieber Osmund," sagte Bertha eines Tages,unserSchloß zerfällt immer mehr; wir mögen forthin wedermit Ehre, noch mit Bequemlichkeit darin wohnen. Laßuns eine neue Burg baue»! Gott segnete uns, daß wir'sausführcn können."

Und wir wollen's," sprach der Ritter, dem die Redeseiner verständigen Hausfrau gefiel.

In der folgenden Nacht erschien vor dem großen Him-melbette des Ehepaares eine Gesandtschaft der kleine»Leutlei», deren wir vorhin erwähnten. Der Führer trugein Mäntelchen von Goldstoff, und war übrigens sostattlich angethan, wie sich prachtliebende Hofschranzen