lachen würde, wohl in Acht, den Spiegel ihrer Tugendvom Hauch böser Gerüchte rein zu erhalten.
Insonders zeichnete sich Bertha durch Wohlthätigkeitund hülfreiche Theilnahme an den Schicksalen der Un-glücklichen aus. Sie war in einem weite» Umkreise desBlinden Auge, des Lahmen Fuß, der Waisen Mutter,der Armuth Schatzmeistern!. Ein „Gott vergelt'sEuch!" klang ihr lieblicher, als die melodischen Kunst-töne eines welschen Sängers, deren flüchtiger Hall oftvon Händen, die der Armuth einen Kupfcrpfennig ver-weigern, mit Gold bezahlt wird.
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Das alte Schloß.
Nicht unerhört blieb der dankbare Wunsch, der fürBertha und ihren Gemahl täglich gen Himmel stieg.Goldene Ernten bedeckten Osmunds Gefilde, und dieTrefflichkeit seiner weidenden Heerden war ein Dorn imAuge der Scheelsucht.
Sei» Schloß nur, die Wiege der Ah»e»,
Sal) ruhig der schielende Neid,
Denn ihr Zerstörungsrecht übteDaran die gewaltige Zeit.
Sie stürzte die Zinne des ThurmeSVem Berge nieder ins Thal;
Sie wandelte, Mauern zerspaltend,
Durch Hatten, Gemacher und Saal.
Gin Volk geflügelter MauseBewvknre jeglichen Nitz,
Und Käuzlein nahmen in Schaare«
Die Trümmer des Thurms in Besitz.