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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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IV.

Das Gestift der frommen Bertha.

1 .

S e r t h a.

Ein biederber Ritter, Osmund von Rosenberg, dervor länger als vierhundert Jahren mit dem Tode tur-nirte und von dem Unbezwinglichcn in den Sand ge-streckt ward, erfreute sich auf seiner irdischen Pilgrim-schafl einer schönen, siltigcn und treuen Gefährtin. Dochhätte sich Bertha dieß war ihr Name mit denvornehmen Frauen der heutigen Welk in vieler Betrach-tung nicht messen können. Sie redete nicht in fremdenZungen, wetteiferte nicht mit den Tänzerinnen der Schau-bühne, spielte weder de» Flügel, noch die Guitarre, thatsich in der Malerei nicht hervor und fuhr vollends nichtin der Hochgelahriheit dunkle Schachten hinab, um mitder Ausbeute in Gesellschaften zu glänzen. Ihr Ackerund Pflug war das Hauswesen und ihrer Ehepflänz-chen sorgsame Wartung. Auch nahm sie sich mit einerAengstlichkeik, die man jetzt an manchen Theetifchen ver-Langbein'S sämmn. Schr. XV. Bk. 4