-SZ> Oo-
mich durch Weihrauchwolken blenden, daß ich den Un-werth seiner Person und seines ganzen Wesens nichtbemerken und genau untersuchen soll. Meine Sidonieverräth nicht die geringste Neigung zu ihm; aber sieliebt, wie ihr ganzes Geschlecht, alles Glänzende undfolglich auch den Ruhm. Sie kommt jederzeit unge-mein fröhlich nach Hause, wenn man ihr in Gesellschaftengesagt hat, ich sey wieder in irgend einem Journal ta-pfer herausgestrichen worden. Drum war' es möglich,daß sich Flaus auf diesem Wege bei ihr beliebt machte.Um dem Dinge vorzubeugen, will ich der Maus, diesich bei mir einzunisten sucht, eine Falle stellen, undSie, Freund Hugo, sollen sie mir bauen helfen."
Ottkar holte jetzt aus seinem Schreibepulte einigeBlätter. „Hier sind sechs Gedichte," sprach er: „dreigute und drei schlechte. Lesen Sie, Freund! und son-dern Sie die Spreu von den Körnern: dann wollenwir weiter darüber sprechen."
Hugo las und entschied nach seinem Gefühl sehrrichtig.
„Diese drei Gedichte halten Sie also für gut?" fragteOttkar.
„Cs sind die vortrefflichsten, die ich jemals von Ih-nen gelesen habe."
„Und das andere Kleeblatt?"
„Gleicht jenem so wenig, als die Nacht dem Tage."
„Sie sprechen viel zu sanft von diesen unreifen Früch-ten schwacher Stunden. Es sind jugendliche Stümpe-reien, die seit zwanzig Jahren in meinem Pulte begra-ben liegen und schon längst von mir zur Vernichtungbestimmt waren. — Doch jetzt haben wir es hauptsäch-lich mit jenen zu thun. Seyn Sie so gefällig, sie in