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„Sie, Hugo, kennen mich; aber wie wollen Sie mirfür den Wahn der Menge bürgen? — Und könntenSie es auch, es stellte mich nicht zufrieden. Ich schämemich in meine eigene Seele, immer und immer voneiner gewissen kunstrichterlichen Genossenschaft als Dich-ter vergöttert zu werden. Aller Menschen Geist hatseine schwachen Stunden, und dem weinigen hängt über-dieß die Unart an, daß er bisweilen gerade in solchenStunden nichts lieber, als leichte Verse macht. Siesind freilich im schlimmste» Falle erträgliches Mittelgut,und gefallen wohl auch, wenn man sie mit Bescheiden-heit dem Publikum darbringt; wird aber darüber indie Posaune gestoßen, so schütteln Kunstverständigeden Kopf und sagen mit Spoktlächeln: Viel Lärm umnichts!" —
„Ja, von dieser Seite betrachtet, ist Ihre Unzu-friedenheit nicht ohne Grund. Aber können Sie demUnwesen steuern?"
»Ich hoff' es. Das Haupt jenes Bundes ist HerrFlaus, den Sie kennen. Dieser Mensch hat sich aufeine mir unbegreifliche Weise zu einem kritischen Ton-angeber anfgeschwungcn; denn alle seine AussprüchePlappert ein Chor von Papageien getreulich nach. Erist's, der des verhaßten Weihrauchs so viel an michverschwendet, daß ich beinahe im Dampf ersticke. Aberwarum thut er's? — Mepne» Sie etwa, er umräu-chere mich immer aus reiner Ueberzengung, daß ich die-ser Ehre werth sey? — Keineswegs! Cr handelt blosaus Egoismus und Eigennutz; er sucht sich bei mir ein-zuschmeicheln, weil er meine Tochter heirathen will." —
„Das erste Wort, das ich davon höre."
„Auch wahrscheinlich das letzte. — Herr Flaus wijl