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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Nun, so verschönert man ihn. Wie gefällt EuchOberhos-Kerzcnrath?"

Wiedehopf fiel vor Entzücken und Dankbarkeit aufdie Knie. Zufrieden, wie ein Gott, erbat er sich nurnoch das VorwörtchenGeheim," weil es, wie ersagte, gleichsam auf Adlersflügeln über de» Pöbel er-hebe.

Gut!" sagte Schönbart.Ihr sollt GeheimerOb er Hof-Kerzenrath werden, wenn Ihr sogleichzehntausend Thaler zur Armenkasse zahlt, und Euch über-dies; »och zu einem jährlichen Almosenbeitrage von fünf-hundert Tbalern verpflichtet."

Wiedehopf stutzte und wollte von diesen Summenetwas abdingen; da aber Schönbart durchaus nichtsnachließ und lieber die ganze Sache rückgängig machenwollte, so fügte sich der eitle Thor in die harten Be-dingungen.

Der Herzog genehmigte zum Besten der Armen dengeschlossenen Handel, und am nächsten Gallatage ver-waltete Wiedehopf sein Amt. Der Hofmarschall wiesihm, um ihn dem öffentlichen Spott auszustellen, mit-ten im Prnnksaale, vier Schritte hinter des HerzogsSessel, seinen Posten an. Hier stand er, von muth-willigen Kamwerjunkern und Edelknaben geneckt, einigeStunden wie ein Fels im Meere, richtete seine Augenstarr auf die pflegbcfohlenen Kerzen, und erlauerte denseligen Augenblick, da er sich, um sie zu bedienen, demFürstentische nähern konnte. Cs war anmuthig zu se-hen, mit welcher Zierlichkeit und Vorsicht er die goldeneLichkschecrc handhabte. Nur ein einziges Mal wider-fuhr ihm das Unglück, eine Kerze, die er putzen wollte,außzulöschen. Doch der Unfall verwandelte sich plötz-