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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Wie?" rief Schönbart:Ihr seyd reich und nichtwohlthätig gegen die Armuth? Ich weiß, daß keinHülfsbedürftiger von Euch einen Pfennig erhält."

Liebster Herr Schönbart," flehte Wiedehopf,helftmir zu einem Hofämtchen, so will ich das Versäumtenachholen. Ich erbiete mich, ein Kapital von mehrerntausend Thalern zur Armenkasse zu zahlen."

Nun, das ist ein vernünftiges Wort! Dieser Vor-schlag verdient Ueberlegung."

Aber" setzte Wiedehopf geschwind hinzuaberdas Hofamt muß auch seyn, wie ich's wünsche. Esmuß mir mit einem gut ins Ohr fallenden Titel Frei-heit und Gelegenheit verschaffen, mich der höchsten Per-son zu nähern."

Das wird schwer halten! Ihr seyd kein Edelmann.Doch da fällt mir gleich etwas ein. Man müßtefür Euch eine neue Bedienung erfinden."

Desto besser! Das macht um so mehr Aufsehen."

Wollt Ihr Oberhof-Lichtputzer werden?"

O! Herr Schönbart scherzen mit Dero gehor-samsten Diener!"

Ganz und gar nicht. Dünkt's Euch denn keine Ehre,an Gallatagen hinter dem Herzog zu stehen und dieWachskerzen des Tisches, woran er spielt, mit einergoldenen Lichtscheere zu schneuzen?"

Ei ja!"

Und man könnt' Euch allenfalls das Vorrecht er-theilcn, das Zeichen Eurer Würde, die goldene Licht-putze, wie die Kammerherrn den Schlüssel, am Rockezu tragen."

O, eine göttliche Idee! Nur der Titel der Titelwill mir nicht klingen."