kopfhängend im Speisesaale auf und ab. Hilariusfragte, was er für Grillen habe?
„Sorgen der Nahrung, gnädigster Herr!"
„Seltsamer Mensch, dagegen schützt dich doch deinguter Gehalt!"
„Ich reiche damit nicht aus; ich muß mir durch einenNebengewinn unter die Arme greife», und damit be-schäftigen sich eben meine Gedanken. — Was meintIhr, gnädigster Herr, würde sich wohl durch einen Han-del mit Bildern ein Erkleckliches verdienen lassen?"
„Warum nicht? Wenn die Gemälde gut sind."
„O, das versteht sich! Ich entwerfe sie selbst, wählelauter spaßhafte Gegenstände, lasse sie in Kupfer stechen,mit lebendigen Farben ausmalen, und verkaufe sie andie Bildcrkrämer, die an den Straßenecke» feil haben.— Ich will Euch doch hier zur Probe das Blatt zei-gen, womit ich mein Geschäft anzufangen gedenke."
Er zog eine Leinwandrolle unter dem Mantel hervorund wickelte sie auf. Der Herzog blickte kaum hin, sobrach er in ein Gelächter aus ; und das Bild war drol-lig genug. Es stellte, zum Sprechen getroffen, denObcrjägermeister in ganzer Figur vor, wie er einegroße schwarze Sau freundschaftlich — umarmte. Siestand auf den Hinterfüßen und hatte die vorder» aufseine Schultern gelegt. In dieser Stellung küßte sichdas zärtliche Paar, und unten las man die Worte:
»Zum Schien und zum Trvh den Bauern,
Seil unsre Freundschaft ewig dauern."
Das Bild ging bei der Tafel von Hand zu Hand,und jedermann lachte darüber. Rur der Held des Lust-