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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Dieser Vorsicht ungeachtet, gerieth einst ein hauendesSchwein, das den Wink seines Gönners und Freundesentweder nicht verstanden oder nicht befolgt hatte, un-ter die herzoglichen Hunde und ward von höchster Handmit dem Fangeisen getödtet. Einige Tage spater prangtesein schwarz gesenkter Kopf, mit Gold und Blumen ge-schmückt, auf der fürstlichen Tafel. Der Oberjägermei-ster, der eben bei Hof speiste, betrachtete dieses Schau-gericht schweigend und finster, und trocknete zuweilenseine von Natur etwas thränenden Augen.

Bester Herr Oberjägermeister!" begann Schönbart,laßt Euch dieses edlen Ebers Tod nicht zu sehr zuHerzen gehn! Bedenkt, daß er eine zahlreiche und blü-hende Nachkommenschaft hinterließ, die eben so rüstig,wie weiland er selbst, die Aecker der Bauern bearbeitet,damit dieses ungeschlachte Volk durch gesegnete Erntennicht stolz und übermüthig werde! Doch will ichgar nicht tadeln, wenn Ihr wegen des Euch betrüben-den Todesfalles Waldtrauer anlegt; und ich bin erbö-tig, Euch dazu auf acht bis vierzehn Tage meinen schwar-zen Mantel zu leihen."

Der Obcrjägermeistcr gab nach seiner gewöhnlichenArt einen Kernfluch zur Antwort; der Herzog und seineGäste lachten; übrigens aber blieb der Scherz ohneWirkung. Die Keiler und Bache» und ihre lieben Kin-der, die Frischlinge, spielten fort und fort auf den Ge-treidefeldern den Meister.

Doch Schönbart hatte sich's in den Kopf gesetzt, dieseufzenden Landleute von diesen ungeladenen Gästen zubefreien.

Eines Tages, als der Oberjägermeister wieder vomHerzog zur Tafel gezogen war, ging Peter stumm und