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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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spräch, das sie anhörcn mußten, war ihnen höchst är-gerlich. Auf der Schloßtrcppe schüttelten sie die großenWoUenperiicken und flüsterten einander zu: „Da hatuns der böse Feind wieder eine rechte Nessel in denHofgarten gepflanzt!" —

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Schönbart begnügte sich ohne Widerspruch mit demmäßigen Jahrgehalte, den ihm der Herzog anbot; dochbedang er sich als Zugabe eine tägliche Weinlieserung,die so ansehnlich war, daß Hilarius, darüber staunend,sic abschlug. „Entweder — oder!" sagte Peter undsah sich nach der Thür um. „Glaubt ihr denn, ihrGroßen, der Weinstock wachse blos für euch? — Ichbegehr' auch meinen Theil von der edlen Gottesgabe."

„Du forderst nur zu viel," versetzte der Herzog.„Denn könnte und wollte man allen Wein, der auf Er-den wächst, unter das lebende Menschengeschlecht ver-theilen, so käme gewiß Tag für Tag auf deine Personnicht mehr als ei» Stutzgläschen."

„Das ist möglich;" sprach Peter: „allein ich habevon hundert Bauern, von fünfzig gemeinen Soldaten,von dreißig Dorfschulmeistern und von mehrern solchenWastervögeln Eures Landes Vollmacht erhalten, die ih-nen gebührenden Weinportionen zu trinken."

„Aber aus m e i»e Kellerei," sagte der Herzog, „konn-ten dich doch diese Leute nickt anweisen."

„Das thatcn sie allerdings!" erwiederte Peter. „Sisagten einstimmig: Ihr nähmet de» Wein, der ihnenvon Rechtswegen gehöre, Jahr aus Jahr ein in Be-schlag." —