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„Laß ihn hcreintreten!"
Da erschien ein kleiner, dicker, ungefähr vierzigjähri-ger Mann. Er trug eine runde, verwitterte Perücke,ein schwarzes Kleid und von gleicher Farbe einen kur-zen Mantel, der ihm nur bis an die Kniee reichte.„Ich bi» Peter Schönbart," sprach er mit Gravität,und strich, ohne sich eben stark zu verbeugen, mit demrechten Fuß weit hinter sich ans. Der Herzog lachteüber die seltsame Gestalt. Die Rache sahen einanderernst und schweigend a».
„Du hast wohl ein wenig den Sonnenschuß?" fragteder Fürst.
„Ei, ei!" versetzte Schönbart: „Ihr haltet Euch alsofür eine Sonne?"
„Wer sagt das?"
„Ihr selbst! — Ein Pferd, das lange in der Sonnesteht, bekommt den Koller, den man den Sounenschnßnennt: und so, denkt Ihr, mußt' cs auch mir erge-hen , sobald ich von Euch und Eurem Glanze bestrahltwurde."
„Dein Gleichniß hinkt. Bist du ein Gaul?"
„O, ich finde mich sehr geehrt, wenn Ihr mich nichttiefer im Range stellt! Ich kenne große Herren, diejeden armen Schlucker für nichts weiter als einenHund halten."
„Du nimmst kein Blatt vor den Mund!"
„Das sind auch verdammte Blätter! Damit verdirbt-man euch Fürsten!" —
Der Herzog, der in diesem Wortgefechte nicht längerden Kürzer» ziehen wollte, entließ die mürrischen Bei-sitzer, um Peters Bestallung mit ihm allein abzumachcn.Die Räthe brache» mit Vergnügen auf; denn das Ge-