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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Seitdem durcbpilgert' ich Deutschlands Provinzen,

Erbot mich zu Diensten bei Grafen und Prinzen;

Allein mich stob daS geflügelte Glück,

Und überall wies man mich schnöde zurück.

Je nun, ich werde mich drob nicht erbeuten,

Wenn Ihr geruht, Eure Gunst mir zu schenken.

Ernennt mich zu Eurem kurzweiligen NathUnd rechnet auf Nutzen für Euch und den Staat!

Nicht selbst Narr, mach' ich Jagd auf die Narren,

Und auf die plumpen, zweibeinigen Farren,

Die gegen die Sohne der Klugheit das HornDer Dummheit aufwerfen mit schnaubendem Zorn.

Ich denke, dies; Kampfspiel soll baß Euch ergötzen;

Doch werd' ich die Wölfe des Landes auch Hetzen,

Die Placker des Volks, deren trotziger SchrircWie Gewürm die Armen zu Boden rrirt.

Ihr sollt, Herr! durch mich manches Schclmstück erfahren,DaS Andre vor Euch als Gehcimniß bewahren!

Das Vvlklein der Hofschranzen mummelt gar feinDie Wahrheit in Schleier und Mänrelchen ein:

Ich aber werde sie nackend Euch zeigen,

Und fceimülhig reden, wenn Duckmäuser schweigen.

Ein plaudernder Hofnarr nutzt mehr in der Thar,

AlS ein zur Unzeit geheimer Nach!

Bei Gott! da hat er Recht!" rief der Herzog miteinem schallenden Gelächter, das den Räkhcn durch dieSeele ging.Wie heißt der ehrliche Kerl?"

Peter Schönbart hat er sich unterschrieben,"sagte der Kanzler.

Er soll mein Hofnarr seyn!" sprach Hilarius undklingelte. Schnell kam der Diener, der den Brief über-reicht hatte. Der Herzog fragte, wie er in seine Händegekommen sey?

Durch einen Fremden, der Ew. Durchlaucht Ant-wort im Vorsaal erwartet."