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den er vor allen andern geliebt hatte, plötzlich schlafenging, ohne einen Nachfolger in seinem Amte zu hintec-lassen.
Der Herzog forderte seine Räthe zusammen und ver-langte von ihnen die Angabe eines würdige» Hauptes,auf das man die erledigte Schellenkappe wieder pflan-zen könnte. Aber die alten Perücken versicherten, siewüßten keinen Pickelhering aufzutrciben, immaßen esih'en^an Bekanntschaft mit dergleichen muthwilligenPersonen gänzlich ermangele. Das war freilich gegrün-det; doch, hätten sie auch dem Herzog mit Rath undThat an die Hand gehen können, sie würden es nichtgethan haben: denn ein Dorn in ihren Augen warendie vermaledeiten Tnchräthe, die vor den höchsten Staats-beamten weder Furcht noch Scheu hatten, und den Her-zog mit vielen Dingen, die er nicht wissen sollte, be-kannt machten.
Unzufrieden, daß ihm die Rathsversammlung keinenTrost gab, war er eben im Begriff, sie wieder ausein-ander gehen zu lassen, als ei» Hofdiener ein versiegel-tes Schreiben überreichte. Hilarius erbrach es undblickte hinein. „Hm! eine seltsame Erscheinung!" spracher: „Ich bekomme da einen Brief in Versen, der alsowahrscheinlich kein Geheimniß enthält. Nehmt ihn hin,Herr Kanzler, und leset ihn laut!"
Der Kanzler, ein abgesagter Feind der Poesie, zogmit verbissenem Unwillen die Brille aus der Lascheund las:
Durchlauchtigster Herr!
ich habe vernommen,
Ihr seyd um Euren Narren gekommen;
Der Klapper,»an» hat in verwichener Nacht