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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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416
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Mit diesen Worten ging er in ein Ncbcngcmach, kamsogleich, Hand in Hand mit Paulinen, wieder zurück undsagte:Hier, Otto, ist Dein Dank! Ich hoffe, mirdamit Euren Dank, meine Kinder, zu verdienen."

Stumm vor Freude warfen wir uns aus väterlicheHerz, und ich hörte, wie im Traume, daß die vier Her-ren hinter mir verdrießliche Worte ausstießcn und zornigfortgehen wollten. Schnell aber besann sich der Doctoreines Bessern.Hört, ihr Korbgcscllen!" rief er:wirwären Thoren, wenn wir Frcimunds herrliche Weine imStiche ließe». Nein, wir wollen uns gütlich thun, undwer dann noch schmollen will, der schmolle!"

Ein guter Rath!" sagte Freimnnd.Es war nichtmöglich, daß Sic insgcsammt meine Schwiegersöhne wer-den konnten. Wollen Sic deßhalb aufhören, meine FreundeZ» sepn?"

Die Herren gingen in sich und zur Tafel, wo selbstder Hofrath, der seinen Mißmuth vorher am härtestenanssprach, duich einen Ueberfluß leckerhaftcr Speisen ge-schwelgt und versöhnt wnrdc.

Ich wohne seitdem in Eichenbcrg als Mitbesitzer desschönen Gutes, und mein junges, liebes Weib zaubert cSmir zu einem Paiadiesc. Vater Frcimund hat sich nochnicht zur altdeutschen Tracht bequcmt, und im Sprechenund Schreiben entwischt ihm noch manchmal ein Bankartoder Bastardwort. Aber bei dem allen ist er der bie-derste Kcrnmann, den ich kenne, und cs würde, auch ohneder Tcutlinger wohlgemeintes Spiel mit der altdeutschenPuppe, gut um Deutschland stehen, wenn jeder deutscheMann an Tugend ihm gliche.