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Er weckte sie mit mnntcrm Gesang;
Aufblitzten die Äuglein, wie Sterne.
Duck! lauschte sie still drei Minuten lang,
Damit er nicht scheu sich entferne.
Sein Schnäbekein wagte mit feiner ArtIhr Schwanenhändchen zn tippen.
Da faßte sie ihn und streichelt' ihn zart,lind küßt' ihn mit rosigen Lippen.
Schnell wuchs das Döglein ihr aus der Hand,
Warf sich auf den Fußieppich nieder,
Verwandelte sich im Hui und erstandAlS bindender Jüngling wieder.
Sie fuhr zusammen mit einem Schrei,
Doch war sie ihm plötzlich gewogen;
Und kurz, kaum huschrcn acht Tage vckrbei.
So ward die Vermählung vollzogen.
Sein Unglücksgefährte vernahm die Mähr',lind wollte sich wüihend entleiben.
Er ist noch bis henr ein plumper BärUnd wird eS sein Leben lang bleiben.
Bei den letzten Worten sprang der Hofrath hastig auf;der Harfenspieler sah sich erschrocken um und machte sichschnell aus dem Staube. „Das rieth ihm Gott, HerrStadtmusikant!" donnerte der Hofrath ihm nach, und setztesich mit funkelnden Augen wieder an seinen Ort.
„Wie soll ich das verstehen?" fragte derBiirgermeistergclafseu.
„Das will ich Ihnen morgen unter vier Augen — undallenfalls unter vier Händen — erklären;" antworteteJener, und that sich, durch die Romanze gezähmt, augen-scheinliche Gewalt an, nicht mehr zu sagen.
Es entstand eine bängliche Stille, die jedoch der Amt-mann nur eine halbe Minute dauern ließ. Dann fing eran, die Güte zu pflegen, und es kam halb und halb einVergleich zu Stande.