ächten alten Malaga, der Bergräthin LicblingSwein, imKeller hatte. Was that der Schlaukopf? Er schrieb anihn: „ich bin krank, und bitte zur Stärkung um gefälli-gen Vorschuß einer Flasche Malaga, der bei den Wcin-schenken nicht unverfälscht zu haben ist." — Der Prahl-gcrn schickt wenigstens ein halbes Dutzend, waren seineGedanken. Aber strenge hielt sich Jener an die Wortedes Bettelbriefes und sandte nur Eine. Acrgerlich riefder Guckguck seinen eigenen Namen aus: er nannte denWeinsparer einen Geizhals. — Das Flaschcnfuttcr, daszum Volksfeste mitgenommen werden sollte, hatte vier Fä-cher, und er wollte sie durchaus ohne Kosten voll haben.Es gelang auch dem erfinderischen Kopfe durch einen neuenPfiff, der in Kunkclwitz an den Tag kommen wird.
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Die Bergräthin und Louise, die sich aus bloßer Gefäl-ligkeit gegen die Mutter zur Mitfahrt entschlossen hatte,standen am Tage nach Johannis schon reisefertig, als HerrHuzcl am Hause vorfuhr, und wie eine Heuschrecke ausdem Wagen hüpfte, um die Frauenzimmer herab zu gelei-ten. „Sie haben doch Wein und Torte besorgt?" fragtedie Mutter beim Einsteigen. „Dicß Kästlein wird für michantworten," sprach er geziert und zeigte auf den Rücksitz.Sie hob das Polster auf, sah in's Magazin hinein undsagte: „Je nun, wir werden zur Noth damit auskommen."
Indessen wanderte schon Ferdinand mit zwei schlankenKompancn auf der Landstraße voraus, und hielt, wie esverabredet war, des Oheims Wagen an. „Ei, was!" riefscheinzornig das Herrlein: „Du schwänzest — wie ich sehrmißfällig wahrnehme — die Kanzlei, um dich zu belusti-