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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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festen Gewölbe, an welchem über der Thür ein Todten-kopf in Stein gehauen und die Inschrift eingegrabcn war:Wer sein Leben liebt, der Hute sich hier vor Sclbstschiissen!" Innerhalb stand ein ungeheurer eiserner Kasten, mitsieben Schlössern behängen und auf allen Seiten umpflanztmit Feuergcwchren, die in wagcrechter Stellung Jedem,der sich nahe» wollte, ihren furchtbaren Mund zeigten.Der Hahn war gespannt und die Zunge des Abdrucks um-knüpst mit Draht, der sich thcils in Schlangcnwindnngcnauf dem Fußboden herumzog, thcils in darein gebohrteLöcher wie Blitzableiter hinablief. Doch alles war Windund blauer Dunst. Die Gewehre waren nicht geladenund bewachten nur eine Kiste voll Steine; denn das listigeMännlein hatte die tauschende Truhe blos darum hinge-stellt, damit sich die etwa einbrcchcuden Diebe fruchtlosdaran abarbciten und den eigentlichen Versteck des Scha-tzes nicht bemerken sollten.

Dieser befand sich in dem hohlen Rumpfe eines ehernenPüsterichs, den die alten Deutschen als Fcucrgott au-gebetct hatten. Der Himmel weiß, wie er dem zwcrghas-tcn Nachkömmling jener gewaltigen Recken in die Händegefallen war. Er stand, mit alten Kleidern und Lumpenbeworfen, im dunkelsten Winkel des Gewölbes, wie einunnützes Hausgcräth, womit man nichts anznfaiigen weist.Seine Vogelscheuchen - Tracht, die ihm nur zufällig anf-gcpackt schien, verdeckte den geheimen Weg, auf welchemdie goldenen Füchse, die er in der Höhle seines Leibes be-herbergte, aus- und cingiugen.

Wollte nun Herr Huzel einmal ein seines Liebchen be-schenken, und brauchte dazu mehr Geld , als er sich zuseinem täglichen Unterhalte nothdürftig ausgesetzt hatte, sobat er seinen Schatzmeister um ein Darlehn.Lieber