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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
299
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Krallen, und wie um Hülfe rufend, schrie er:HerrMum-inart! Herr Mum wart!"

Las; ilm los, du Bärenhäuter!"

Nicf ein Neiter,

Sprengend aus dem wüsten Schloß.

Fürchterlich war sein Erscheinen,

Denn versehn nur mit drei BeinenWar fein katzengraneS Noß,

Und er selbst, bewehrt als Fääer,

Sah so wild aus wie ein Schläger,

Der sein Naufschwert tapfer führtUnd nach Streit und Händeln giert.

Angstvoll setzte Valentin seinen Gefangenen in Freiheitund entfloh. Als er aber einige hundert Schritte gelaufenwar und hinter sich lachen hörte, schämte er sich seinerFeigheit, und bedachte, daß er durch Ausrcißcn wohl un-möglich sein Glück machen werde. Er ging also langsamzurück, verbeugte sich vor dem Reiter und sagte:Ver-zeiht, ich wußte nicht, daß Euch der Vogel gehörte; sonsthält' ich nicht Hand an ihn gelegt."

Es sollte dir auch thcuer zu stehen kommen, wenn dudas gewußt hättest!" versetzte Jener.Du stehst mir aberaus, als legtest du gern Hand an fremdes Gut, und ohneAbsicht bist du auch gewiß nicht aus dem lustigen Leipzig,wo dir der Wein so gut schmeckte, in den öden Schwarz-wald gezogen. Was suchst du hier?"

Glück!" sagte Valentin furchtsam und leise.

Suchst du das Glück der Weisen oder der Thoren?"

Der Weisen, allerdings der Weisen!" antwortete derStudent beherzter, da er sah, daß der wilde Jäger einvernünftiges Wort mit sich reden ließ.

Dn sprichst sehr löblich, mein Sohn!" sagte der schal-