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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Weg mit dem Tobten! Was Hab' ich mit ihm zu schas-sen?" stöhnte schaudernd der Ritter.

Da Raimund das Verhör nicht anstellen wollte, wandtesich Langmantcl gegen die Thür und rief:Sag' an,Veit, sprach ich Wahrheit oder nicht?"

Die schwarze Gestalt senkte den Kopf noch tiefer undseufzte:Du sprachst sic!"

Berichte nun, wie man dein Bubenstück belohnte;"snhr der Hausgeist fort.

Mit Tod und Grab!" ächzte Veit.Ich eilte, nach-dem ich das Verbrechen begangen hatte, zu den Anstiftern,und meldete, daß es gelungen war. Freudig ward ichempfange». Es war Abend. Man lud mich ein, überNacht da zu bleiben. Des folgenden Tages sollt' ich denbedungenen Sold erhalten. Wein und Speise» wurdenaufgetragen. Aber man hatte, um sich vor möglichemVerrath zu sichern, meinen Becher vergiftet, und ich gabin derselben Nacht, da der betrogene Kunibert starb, un-ter Höllcnschmcrzcn meinen Geist auf."

Hinweg!" rief der Hausgeist, und das Gespenst ver-schwand.

Du hast nun gehört, wie die Wcihcrburg in deineHände kam;" sagte Langmantel zum Ritter.Ich legedir daher auf, das geraubte Gut auf der Stelle seinemrechtmäßigen Besitzer zu überantworten, und ihm deinTöchterlein, das er innig liebt, zum Weibe zu geben, da-mit er dadurch für den bisherigen Vorenthalt seines Ei-genthums entschädiget werde."

Raimund forderte Bedenkzeit; doch der strenge Schieds-richter gestand ihm keinen Augenblick zu. Er drohte mitGewalt, wenn nicht sofort geschähe, was Recht sey. Daer nun seit vier und zwanzig Stunden verschiedene tüch-