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Der Prinz.
Auf dem sächsischen Lustschlossc Augustusburg lebte vorungefähr achtzig Jahren ein gewisser Amtshauptmann vonGünther, der ein seltsames Abenteuer hatte. So entfernter vom Hofe sich befand, so wichtig waren ihm doch dieunbedeutendsten Begebenheiten der Hauptstadt. Er besol-dete daher einen eigenen Geschichtschreiber derselben, deralle möglichen Neuigkeiten aufjagtc und sie ihm wöchent-lich zusandte. Der Ankunftstag dieser Zeitung war ihmallemal ein Fest, das er kaum erwarten konnte.
Eines Tages enthielten seine Dresdner Novellen folgen-den Artikel:
Unser Kurprinz (der nachherige König von Polen) be-findet sich bekanntermaßen auf Reise». Man sagt sich aberhier ins Ohr, Jhro Hoheit wären still und geheim, selbstohne Wissen Dero Herrn Vaters königlicher Majestät, wie-der zurückgekommcn, und durchreisten in abwechselndenVerkleidungen das Land, um sich von demselben genaueKenntnisse zu verschaffen.
Diese Nachricht fiel dem Amtshauptmann besonders auf,und indem er noch darüber nachdachte, klopfte es au seineThüre. Ein schöner junger Mann in schwarzer Kleidungtrat herein. Jener erblickte ihn kaum, so wich er vor