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und schnürte das gesunde rechte Bein des Schläfers soscharf zusammen, als ob er es höchst gefährlich gebrochenhätte. Hierauf spritzten sie ihm Wasser ins Gesicht underhoben ein klägliches Geschrei. Er fuhr darüber empor,griff schnell nach dem Beine, das die Schiene» drückten,und wollte vom Stuhl auf. Sie hielten ihn aber fest undschrien ihm zu: „Unglücklicher, rühre Dich nicht! Du hastSchaden genommen! Wir sind vorhin kaum eingeschlum-mert, so taumelst Du sinnlos herum, stürzest die Treppeherunter, brichst das Bein und fällst zugleich in Ohnmacht.Wir erwachten darüber, hoben Dich auf und ließe» Dichverbinden. Rühre Dich ja nicht! Es ist schon ein Trag-scssel bestellt, Dich nach Hause zu bringen." —
Bonnard war ganz außer sich. Seine Einbildungskraftvergrößerte nun den Druck der Schienen zum Schmerzeines wirklichen Beinbruchs; er hatte keinen Gedanken,daß die ganze Geschichte nur ein Mährchcn sep, und ließsich jammernd heimtragen.
Hier empfing ihn seine Familie, wie es verabredet war,weinend und wehklagend. Er ward nun vier Wochenlang vom Wundarzt besucht und sein Bein in einen Ka-sten gesperrt, wo er sich nicht rühren, und gar nicht zurUeberzeugung seiner Gesundheit gelangen konnte. Ein solanges Ausharren auf einer Stelle war dem armen Mannunerträglich. Er verwünschte den Wein, als den Urheberseiner Leiden, und that ein Gelübde, sich nie mehr zu be-rauschen.
Nach Vcrfluß eines Monats kündigte der Wundarzt ihmendlich an, daß die Heilung vollendet sep. Es war lustigzu sehen, wie er bedächtig und gleichsam auf Eiern ging,um das zerbrochene Bein zu schonen.
Sein erster Weg zu Lauren, die er um Vergessenheit' Lanabcin'S sämmtl. Schr. XVI. Bd. 13