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Zoll hoher als gewöhnlich den Kopf tragend, in seinenPalast zurück, und machte die Neuigkeit seiner Standcs-crhöhung der Fräulein Tochter mit heiterer Miene be-kannt. Hannchen war ein vernünftiges Mädchen; aberdoch ein Mädchen. Das heißt mit andern Worten: Siewar ein wenig eitel. Daher gewann Leopold einen gu-ten Stein bei ihr im Brete, daß er ihren Vater zu einemEhrenposten erhoben, und ihr dadurch gleichsam Fug undMacht ertheilt hatte, sich etwas glänzender als andereländliche Dirnen zu kleiden. Der Herr Papa mußte zudiesem Behuf sogleich mit einigen gelben Pfennige» hcraus-riicken, und man bcrathschlagte nun gemeinschaftlich überPutz und bessere Hauseinrichtung, bis sich die Abendge-sellschaft einfand.
Martin säumte nicht lange, sich der Versammlung alsihr neues Oberhaupt vorzustellen, empfing Glückwünsche,und erthcilte dagegen die huldreiche Versicherung, daß ersein Amt zum Beste» der Gemeinde führen, und Rechtund Gerechtigkeit handhaben wolle.
Der Abend verfloß geschwind unter traulichen Gesprä-chen über Vergangenheit und Zukunft. Einstimmig lobteman den jungen Herrn. Nur Hannchen sagte kein Wortdazu, sondern setzte sich weg vom Licht in einen düster»Winkel, um nicht ihr jedesmaliges Erröthen, wenn Leo-polds Name genannt wurde, sehen zu lassen. Denn beialler ihrer Unschuld war sie, in Bemerkung der heran-schleichcnden Liebe des Junkers, nicht so blind als ihrVater. Sic hatte freilich darüber Urkunden, die dem Al-ten fehlten. Er würde nicht so in der Dunkelheit ge-tappt haben, wenn sie ihm nur den verschwiegenen Kußgebeichtet hätte.
Gegen cilf Uhr des Nachts gingen die meisten Gäste