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nn Fieber legte sich mit ihm hinein und warf ihn schlaf-los herum. Die schreckliche Erscheinung war sein einzigerGedanke. Immer stand ihm die Geistertafel vor Augen;immer der leere Sessel, den sein Vater so wehmiithig be-trachtet hatte.
Sollte wohl — sprach er in der höchsten Angst lautund mit sich selbst — sollte wohl dieser grauenvolle Sitzfür mich Unglücklichen aufgehoben und keine Rettung mehrmöglich sepn? —
„Noch möglich !" — antwortete sanft eine fremde Stimme.
Hoch fuhr im Bett der Krank' empor;
Sein Auge folgte schnell dem Ohr,
Und grauseud stieg sein Haar,
Als er jetzt sah ein Männchen stehn,
DaS von dem .Haupt bis zu den ZehnDrei Spannen hoch nur war.
Es schien so eingeschrumpft und alt,
Als harr's auf Erden schon gewalltZu Vater Adams Zeit.
In seinem Mauschelbärtchen warVom Schnee des Alters jedes HaarMlt Silberglanz bestreut.
Ein schwarzer Trauermantel floßDie Schultern weit herab und goßSich schleppend in den Staub.
Des Kopfes Dach, ein runder Hut,
War ein dem Zahn der MvttenbruLSchwer abgekämpfter Naub.
Gleich einem Fremden, der nicht weiß,
Ob man ihn gern sieht, stand der GreisBescheiden an der Thür,
Und rief mit holdem AngesichtUnd sanfter Stimme: »Zage nicht!
Dein bester Freund ist hier!« —
Langbein'S sammtl. Schr. XVI. Bd.
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