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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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fürstlichen Schlosses, um einen bequemen Lagerplatz zn su-chen. Hier fing Moritz wieder an, den kleinen, etwasbetrunkenen Eifersüchtigen durch Schönthun mit seinerFrau zum Zorne zu reizen. Das Kerlchen ward wild,that einen Luftsprung und gab ihm abermals eine derbeTachtel. Nun war sein Unglück gemacht. Den», ohneGegenwehr, lief Moritz in die nahe dabei befindliche Gre-nadier-Wache und rief um Hülfe. Da rückten sofort dreigewaffncte Halbricsen aus, und kamen gleich dazu, alsdas wüthendc Männlein auch seine Frau schlug, und danntaumelnd in'ö Gras fiel. Was brauchten sie weiter Zcug-niß. Sie nahmen den trunkenen Friedensstörer in ihreMitte, und führten ihn, taub und stumm bei seinem Fle-hen, in die Wache.

Hier saß er nun in einer düstern Höhte,

Gemartert von der Höllenpein,

2n eines Buhlers Arm den Abgott seiner SeeleZu missen, und beraubt des Feuerwerks zu scyn;

Denn seines Kerkers Fenster gingen2n einen Hof, den Mauern rund umfingen,

Und Niemand kam, Um zu befrei'n.

Schon donnert' cS aus zwanzig Feuerschlünden,

Des Schauspiels Anfang zu verkünden.

Der Arrestant verzweifelte nun schier.

Herr!" sagte kalt ein Grenadier:

»Er soll bei uns um kein Vergnügen kommen.

Hat Er nicht die Kanonen hierSv gut als Andre dort vernommen.?

Nun will ich gleich auch hintendrein

Auf meine Kosten 2bn mir Feuerwerk erfreun."

Er ging hierauf ein Pfeifchen sich zn stopfen,

Und hüllte dann den armen TrvpfcnIn dicke Tabakswolken ein.

Langbcin'S sämmtl. Schr. -XVI. Bd. 6