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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Doch weil Phantaseicn oft Buhler bethören,

So glaubte der Pfaffe, sein Liebchen zn hören.

Ich kenne Dich/' rief er,trotz Deinem Gebrumm!"Und sprang zu der Mündung des Fasses herum.

Er bog sich zusammen, »m ohne VerweilenDie enge Kajütte mit Liebchen zu the,len;

Da hob sich vom Lager das Mastschwein emporUnd stürzte mit zornigen, Grunze» hervor.

Schnell fuhr eS ihm zwischen die Sicheln der BeineUnd trug ihn davon über Stock, über Steine:

Wie einst man ans Hirsche die Wilddiebe band.

So ritt er, das Schwänzlein der Sau i» der 5/and.

Vergebens war Streicheln und Schmeicheln und Kosen;ES diente nur, mehr noch die Sau zu erbosen.

Sie wirbelte blindlings herum sich in, Ring,

Weil ihr auf dem Nüßel der Pfaffenrock hing.

Nun mußte zuletzt durch die offenen ThnrenDes Kirchhofs sie gar noch Beelzebub führen,

Und hin auf die Gasse, wo eben das PaarSchöngeistiger Mädchen im Hinterhalt war.

Sie stemmten vor Lachen die Hand' in die Seiten,

Als sie das unglückliche Pfäffchen sahn reiten.

Schön Klärchen rief auch, als die Errrapost knappAm Hause vorbeiflog, vom Fenster hinab:

Herr Pater, Herr Pater, wohin so behende?

Nun traben Sie immer bis an der Welt Ende!

Die zärtliche Dame, die jetzt Sic entführt,

Ist eine Gesellschaft, die Ihnen gebührt."

Drauf wälzte das Schwein sich zum Schluß der GeschichteIm Straßenkoth weidlich herum mit dem Wichte,

Er floh nun, alS jagt' ihn das höllische Heer,

Und störte die Töchter der Musen nicht mehr.