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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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los und sputete sich in seine Kammer. Der keuchendeSolotänzer aber hinkte zurück, sammelte die im Gartenzerstreuten Fragmente seiner weiblichen Garderobe, putztesich wieder damit so gut als möglich, und trat lächelndin seiner Gemahlin Zimmer.

Nun, wie lief das Abenteuer ab?" rief sie ihm ent-gegen.

Recht gut," antwortete der Graf, und rieb sich ver-stohlen den Rücken.Doch bitte ich, setzte er hinzu, michmit weiteren Fragen zu verschonen und überhaupt dieSache nicht mehr zur Sprache zu bringen. Kurz, ich binjetzt mehr als jemals überzeugt, daß mein Kammerdienerein grundehrlicher Mann ist."

Aus der reichlichen Saat von Keruhicbcn, die Ferdinandausgcstreut hatte, keimte nun die süße Frucht, daß ihn derGraf für einen Spiegel der Keuschheit hielt, und balddarauf einige, bisher aus Eifersucht verschobene Reisenjhat, weil er ihm die Oberaufsicht über das ganze Haus,mit Einschluß der Gräfin, sicher übertragen zu könnenglaubte.

So ward denn hier, wie mehrmals in der Welr,

Der Bock zum Gärtner angestellt.

Der Kammerdienst bei der Gräfin war Ferdinand ganzbehaglich; desto lästiger aber ward er ihm mit der Zeitbei dem Grasen.

Zum Glück ließ sich ganz unverhofft,

Gleich einem geflügelten Boten,

Das dürre Männlein, das schon oftDes Schicksals verworrenste KnotenMit seiner Sichel hat zerhau'n,

Im Schlöffe schau'n.