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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
20
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Er dachte fein:

Sv einem schlauen

Blitzrvgelein

Ist nie zu trauen ;

Still angerückrKömmt':-, gleich dem Diebe,Und pickr und picktEin Körnchen Liebe,

Wv'S chm nur glückt.

Bei diesen Umständen war keine Hoffnung, sich auf deröffentlichen Heerstraße frcnndschaftlichcr Besuche der Gräfinzu nähern. Der verliebte Jüngling betrat daher einenSchlciswcg, den ihm der Zufall öffnete. Er hatte nämlicherfahren, daß der Graf einen Kammerdiener suche; ermeldete sich hierzu unter erdichtetem Namen, und der guteHerr, der ihn nicht kannte, schloß mit ihm ab.

Die empfindsame Scene des Wiedersehens der Liebendenpaßt nicht in mein komisches Gemälde. Also nur so vieldavon, daß die Gräfin am Schluß derselben ihrem Freundden Nath gab:Bemühe Dich, des Grasen Vertrauen zugewinnen, und überlaß cs mir ganz, uns in der Folgevergnügte Tage zu bereiten."

Nach einigen Wochen lenkte sie ein trauliches Gardinen-gcspräch auf die Sitten ihrer Dienerschaft, und wünschtevon ihrem Gemahl zu wissen, wen er für seinen treuestenBedienten halte?

Ohne Bedenken erklärte der Graf, zu ihrer heimlichenFreude, den Kammerdiener dafür.

Diese Antwort Hab' ich vermuthct!" rief die Gräfin:aber ich sag' Ihnen, daß Sic sich eine Schlang' im Bu-sen erziehe». Dieser Unverschämte hat mich seit der erstenStunde seines Hicrsepns durch zudringliche Blicke belci-