Die schöne Jägerin.
^^in Weibchen, wie ich mir wünschte, war die Fraueines Försters. Jugend, Schönheit und Treue schmücktensie. Man wende mir nicht ein, daß es in dem Dörfchen,wo sie einsam blühte, vielleicht nur an Gelegenheit zurUntreue gefehlt habe. Nichts weniger. Ein glänzenderIrrwisch suchte sic vom Wege der Tugend abzulocken;eine hohe Standesperso» des Orts — der Herr Schul-meister Niklas — machte ihr den Hof.
Kau», flog der Jugend wilde Schaar,
Gleich Wespen, aus der Schule,
Sich, da verjüngte, wie ein Aar,
Sich schnell der alte Buhle.
Er fegte seinen BratenrockUnd langte vom PerückcnstockDie Königin der Atzeln.
Zwar glich er, lang und klapperdürr,
Schier einem Windmühlflügel,
Doch fand er sich, wenn dieß GeschirrIhm anflag, schön im Spiegel.
Und so trieb ihn tagein tagausDer Liebesgott ins Jägerhaus,
Den Stutzer dort zu spielen.