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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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mein Unglück, vielleicht mein Jrrthum; der Umstand aber,daß Ihr auf so merkwürdige Weise eine arge Pein habt er-leiden müssen, läßt sich nicht als meine Schuld bezeichnen."

Eine arge Pein habe ich allerdings erlitten," sagte derGeneral, welcher jetzt eine heitere Stimmung annahm,undich gestehe, daß ich kein Recht habe, über Eure Lordschaftdeßhalb beleidigt zu sein, daß Ihr mich ebenso behandeltet,wie ich mich selbst behandelt haben würde nämlich alseinen Mann von Festigkeit und Muth. Wie ich jedoch sehe,find meine Postpferde angelangt, und ich darf Eure Lordschaftnicht von Euren Vergnügungen abhalten."

Nun, mein alter Freund," sagte Lord Woodville,daIhr bei uns einen Tag länger nicht bleiben könnt; ein Ge-such, welches ich wirklich jetzt nicht mehr wiederholen darfso schenkt mir wenigstens noch eine halbe Stunde.Ihrwart früher ein Liebhaber von Gemälden, und ich besitze eineGalerie von Porträts, unter denen Einige von Van Dyk,welche die Ahnen darstellen, denen dieß Eigenthum und Schloßfrüher gehörte. Ich glaube, daß mehrere derselben Euch alsvorzügliche Bilder überraschen werden." Der General nahmdie Einladung, obgleich mit einigem Widerstreben, an. Erkonnte offenbar nicht frei aufathmen, als bis er Woodville-Castle hinter sich hatte- Andererseits aber durfte er dieEinladung seines Freundes nicht ablehnen; er konnte dieß umso weniger, da er sich der Empfindlichkeit schämte, die er ge-gen seinen wohlwollenden Wirth gezeigt hatte.

Der General folgte deßhalb dem Lord Woodville in einelange, mit Gemälden behangene Galerie; der Letztere zeigtedieselbe seinem Gaste, sagte die Namen und gab einige Be-richte von den Personen, welche die Porträts nacheinanderdarstellen. General Browne nahm nur wenigen Antheil anden Einzelnhciten, welche derselben Art waren, wie man siein jeder Galerie einer alten Familie vorfindet. Hier warein Kavalier, welcher das Familienvermögen für die könig-liche Sache zu Grunde gerichtet hatte; dort eine schöne Dame,welche dasselbe wieder herstellte, indem sie sich mit einem rei-chen Rundkopf vermählte. Dort hing ein tapferer Herr, wel-cher wegen seines Briefwechsels mit dem Hof von Saint Ger-main in persönliche Gefahr gerieth; hier ein Anderer, welcher