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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Gemach, wo Erfrischungen zubereitet wurden, und wo dieallgemeine Gesellschaft keinen Zutritt hatte. Sie fand einenalten Mann, welcher bei ihrer Annäherung aufstand und ihreine tiefe Verbeugung machte. Sein Aeußcres bezeugte eineuntergrabene Gesundheit; seine Kleidung, obgleich sorgfältigder Eliquette des Ballsaales gemäß angelegt, war abgetragen,von verschossenen Farben, und hing in Falten um seine ab-gemagerte Gestalt. Lady Bothwell stand im Begriff, ihreBörse hervorzuholen, um sich den Bittenden mit ein wenigGeld vom Halse zu schaffen; die Besorgniß jedoch, daß siesich irren könnte, hielt ihre Hand zurück. Eie gab deßhalbdem Manne Zeit, seine Sache anzubringen.

Habe ich die Ehre mit Lady Bothwell'zu sprechen?"

Ich bin Lady Bothwell; erlaubt mir Euch zu sagen,daß hier weder Zeit noch Ort für eine lange Erklärung ist;was steht Euch zu Befehl?"

Eure Ladyschaft," sagte der alte Mann," besaß einst eineSchwester."

Allerdings, ich liebte sie wie meine eigene Seele."

Ferner einen Bruder."

Den tapfersten, gütigsten und liebevollsten Bruder," sagteLady Bothwell.

Diese beiden geliebten Verwandten verlort Ihr durchdie Schuld eines Unglücklichen," fuhr der Fremde fort.

Durch das Verbrechen eines unnatürlichen, blutgierigenMörders," sagte die Dame.

Ich habe meine Antwort erhalten," erwiderte der alteMann mit einer Verbeugung, um Abschied zu nehmen.

Halt, Herr! ich befehle es Euch," sagte Lady Bothwell;wer seid Ihr, daß Ihr an solchem Ort und zu solcher Zeitfurchtbare Erinnerungen in mir zurückruft; ich bestehe darauf,dieß zu erfahren."

Ich bin Jemand, welcher gegen Lady Bothwell nichtsUebies beabsichtigt, der ihr im Gegentheil die Mittel ver-schaffen will, eine That christlicher Barmherzigkeit zu voll-bringen, worüber die Welt erstaunen müßte, und welche derHimmel belohnen wird; ich finde sie jedoch nicht in einerStimmung für solch ein Opfer, welches von ihr zu ersuchenich mich vorbereitet hatte."