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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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traf, ihrer nicht erinnern, ohne zugleich in schmerzhafter Weisedie ersten Bilder des Schauders mir wieder vorzustellcn, wel-cher durch das wirkliche Leben meiner Seele eingeprägt wur-den. Diese gute unverheirathete Dame hatte nach ihrer Ge-müthsbcschaffenheit eine starke Neigung zum Aberglauben undpflegte, nebst anderen Grillen, allein und laut in ihrem Schlaf-zimmer zu lesen, während ihre Kerze in einer Art Leuchterbefestigt war, den sie sich aus einem Menschenschädel hatteverfertigen lassen. Während einer Nacht erlangte dieß son-derbare Geräth plötzlich das Vermögen sich von der Stellezu bewegen und sprang, nachdem es einige Strecken auf ihremKamine zurückgelegt hatte, auf den Fußboden hinab, um dortüber den Boden zu rollen. Frau Swinton ging ruhig in'SNebenzimmer, um sich ein anderes Licht zu holen, und hattedas Vergnügen, sogleich das Geheimniß zu durchschauen. Esfand sich eine Menge von Ratten in dem alten von ihr be-wohnten Gebäude, und einer derselben war es gelungen, sichin dem Lieblings-Kemento mori der alten Dame zu verstecken.Obgleich sie somit einen mehr als weiblichen Antheil vonNcr-venstärke besaß, hegte sie auch zugleich einen starken Glaubenan übernatürliche Einwirkungen, welcher damals noch nichtfür eine unpassende Beigabe für ernste und alte Leute ihresStandes gehalten wurde. Auch war die Geschichte des Zau-bcrspiegels eine derjenigen, an welche sie mit besonderem Ver-trauen glaubte; sie behauptete, daß eine Dame ihrer eige-nen Familie ein Augenzeuge der berichteten Ereignisse gewe-sen sei.

»Die Mähr' erzähl' ich, wie ich sie vernahm."

Geschichten derselben Art werden sich der Erinnerungderjenigen meiner Leser, welche sich mit dieser Art Sagenabgegeben haben, zur Genüge darbieten; was mich be-