Zuletzt wurde die Angelegenheit insoweit öffentlich, daßich verleitet wurde, einer Theegcsellschaft mit meinem Manu-script in der Tasche die Stirne zu bieten, wobei ich so einfachund bescheiden aussah, als es einem Herrn von gewissemAlter bei solchen Gelegenheiten nur möglich ist- Als derThee -erumgegeben, Schnupftücher und Riechfläschchen bereitgehalten waren, hatte ich die Ehre, die Tochter des Wund-arztes zur Unterhaltung eines Abends vorzulesen. Die Sachehatte einen ausgezeichneten Verlauf; mein Freund, HerrFairscribe, welchen die Verführung von seinem Pult gelockthatte, damit er dem literarischen Zirkel sich anschließe, ver-sank nur zweimal in Schlaf und erlangte schnell wiederumseine Aufmerksamkeit vermittelst seiner Schnupftabaksdose.Die Damen waren in sehr höflicher Weise aufmerksam, undwenn die Katze, oder der Hund, oder ein Tischnachbar ein ein-zelnes Mitglied der Gesellschaft dazu verführten, weniger auf-zupaffen, so war Miß Catie Fairscribe so wachsam, wie einthätiger Hunde-Aufse-er, um mit Blicken, sanften Püffen odermit Geflüster die Unachtsamen zum Bewußtsein dessen, wasvorging, zurückzurufen.
Ob Miß Catie diese Thätigkeit nur äußerte, um die lite-rarische Diüciplin ihrer Lotterie aufrecht zu erhalten, oder obsie wirklich von den Schönheiten des Stücks in Anspruch ge-nommen wurde und dieselben Andern begreiflich zu machensuchte, will ich nicht zu behaupten wagen, denn sonst könnteich mich schließlich in das wirklich sehr hübsche Mädchen mehrverlieben, als die Weisheit sowohl wegen meiner selbst, wieauch ihretwegen gestatten würde.
Ich muß gestehen, daß die Aufmerksamkeit auf meine Ge-schichte hin und wieder ziemlich nachließ; vielleicht lag dieSchuld an meinem Vorlesen. Während ich nämlich nur darauf