und ihn von einer Raschheit zurückhielt, die ihn das Lebenhätte kosten können. Derselbe sagte zugleich: „Ihr seid einSahib Angrisei (ein englischer Herr), ich bin ein Telinga (eingemeiner Soldat) in Dienst der Compagnie gewesen undhabe deren Salz gegessen. Ich will Eure Botschaft an denFakir Barack ei Hadschi ausrichten."
Mit den Worten trat er in die Moschee und kehrte so-gleich mit der Antwort des Fakirs in folgenden riithselhaftenAusdrücken zurück. „Wer sehen will, wie die Sonne auf-geht, muß bis zur Dämmerung warten."
Mit diesem ärmlichen Trost begab sich Hartley in seineHerberge, um über die geringe Bedeutung von Versprechun-gen der Eingebornen nachzudenken und um ein anderes Mit-tel ausfindig zu machen, wodurch er Zutritt zu Hyder erlan-gen könne; auf dasjenige, worauf er bisher vertraut hatte,hegte er keine weitere Hoffnung; indcß auch hinslchtlich seinesneuen Planes wurde ihm jede Aussicht vereitelt, denn er er-fuhr in dem Khan von seinem bisherigen Reisegefährten, daßder Nawob sich wegen einer geheimen Unternehmung ans derStadt entfernt habe und zwei oder drei Tage ansbleibcnwerde. Diese Antwort hatte der Wakiel selbst nebst der fer-neren Weisung vom Divan erhalten, daß er sich auf Verlan-gen bereit halten müsse, sein Beglaubigungsschreiben demPrinzen Tippa statt dem Nawob zu überreichen; sein Ge-schäft sei dem Ersteren in einer Weise überwiesen worden,welche für den Erfolg seiner Gesandtschaft nichts Gutesverheiße.
Hartley gerieth beinahe in Verzweiflung. Er wandte sichan mehrere Beamte, bei denen vorausgesetzt wurde, daß sieEinfluß bei Nawob besäßen, allein der geringste Wink vonder Art seines Geschäftes schien alle mit Schrecken zu erfül-