832
Baches mit den Fußtapfen der Tiger und anderer Raub-thiere bedeckt.
Hier machten die Reisenden Halt, nm zu trinken, und sichnebst ihren Pferden mit Nahrung zu erquicken; in der Nähedieses Ortes hatte auch Hartley einen Anblick, welcher ihnzwang, den Gegenstand, der seine eigenen Gedanken in An-spruch nahm, mit dem Unglück, welches einen Andern betrof-fen hatte, zu vergleichen- Nicht weit von dem Bach wandteder Führer die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf einen höchstelend aussehendcn, mit Haar überwachsenen Mann, welcherauf der Haut eines Tigers saß. Sein Leib war mit Kothund Asche bedeckt, seine Haut von der Sonne verbrannt, seineKleidung bestand nur ans wenigen elenden Lumpen. Erschien die Annäherung der Fremden nicht zu bemerken; erbewegte sich weder, noch sprach er ein Wort, sondern hefteteseinen Blick auf ein kleines und roh geformtes Grab, welches,aus den schwarzen nmherliegenden Ziegelsteinen erbaut, einekleine Nische für eine Lampe enthielt- Als sie zum Mannehintraten, und vor ihm eine oder zwei Rupien und etwasReis legten, bemerkten sie, daß der Schädel und die Knocheneines Tigers nebst einem beinahe verrosteten Säbel neben ihmlagen.
Als sie auf jenen elenden Gegenstand blickten, setzte sieder Führer von dessen tragischer Geschichte in Kenntniß.Sadhu Sing war ein Sipahie oder Soldat und natürlichauch ein Freibeuter, der Bewohner und der Stolz eines halbin Trümmern liegenden Dorfes gewesen, bei welchem sie amvergangenen Abend vorüber gekommen waren. Er war mitder Tochter eines Sipahies verlobt, welcher in dem Fort mitErdwällen diente, das sie in einiger Entfernung über derDschungel erhoben sahen. Zur passenden Zeit kam Sadhu