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Alsdann erinnerte er sich zu spät der Gerüchte, weicheüber seinen Freund, den Kapitän, im Umlauf gewesen waren;man hatte nämlich gesagt, er sei von Herrn Lawford entlas-sen worden, weil er sich eine Veruntreuung in dessen Dienstenhabe zu Schulden kommen lassen. Daß er aber den Freund,welcher all sein Vertrauen in ihn gesetzt, in eine Schlingegelockt, ihn seines Vermögens beraubt und in dieß Pesthausgebracht haben sollte, damit der Tod seine Zunge zum Schwei-gen bringe — dieß waren Schändlichkeiten, welche nicht vor-her gesehen werden konnten, sogar wenn das schlimmste jenerGerüchte wahr gewesen wäre. Middlemas jedoch beschloß, eSan nichts zu seiner Rettung fehlen zu lassen. Der Ortmußte doch von einem Offizier, Beamten, einem militärischenoder ärztlichen, besucht werden, bei dem er Einsprache ein-legen und wenigstens dessen Furcht erregen wollte, wenn erauch dessen Gewissen nicht aufwecken könnte. Während erdiesen quälenden Gedanken im Kopfe umher trieb und zu-gleich von brennendem Durst gefoltert wurde, zu dessen Be-friedigung er keine Mittel besaß, bemühte er sich zu entdecken,ob er unter seinen nächsten Nachbarn auf den Strohbettennicht Jemanden entdecken könne, mit welchem sich ein Ge-spräch anknüpfen lasse, damit er von der Natur und Gewohn-heiten dieses furchtbaren Ortes einige Kunde erlange.
Das ihm zunächst stehende Bett war aber von zwei Ker-len eingenommen, die zwar nach ihren dürren Wangen, hoh-len Augen und gräßlichen Blicken zu urtheilen, sich offenbarin Genesung befanden, und so eben erst aus dem Rachen desTodes errettet waren, allein dennoch sich tief in die Bestre-bungen versenkt hatten, einander um wenige halbe Pfennigebeim Kartenspiel zu betrügen, indem sic mit den KunstauS-drucken des Spiels, Flüche, in nicht lauter aber tiefer Stimme