lichen Beschützers genügte, um all ihr kindliches Vertrauenund ihre Zuneigung wieder zu gewinnen.
Der Vater war nicht unerbittlicher als Menie. Herr Grayglaubte wirklich, er besitze Ursache, Richard bei der nächstenUnterredung mit Kälte zu behandeln, denn er war nicht we-nig über die Undankbarkeit gereizt, die er am Abend vorhererfahren hatte. Jedoch Middlemas entwaffnete ihn durch dasfreimüthige Geständniß, er habe seine Phantasie durch dieVorstellung des vermuthlichen Ranges und der Wichtigkeitseiner Eltern zur eitlen Ueberzeugung fortreißen lassen, daßer einst dieselben theilen werde. Der Brief seines Groß-vaters, der ihn zur Verbannung und niederen Stellung fürsein ganzes Leben verurtheile, war, wie er anerkannte, einsehr schwerer Schlag; mit tiefem Kummer bedachte er, daßdie gereizte Stimmung getäuschter Hoffnungen ihn verleitethabe, sich in einer Weise auszudrücken, welche von der Ach-tung und Ehrerbietung eines Pflegekindes weit entfernt sei,welches gegen Herrn Gray die Verpflichtung des Gehorsamsund der Liebe eines Sohnes haben, und seiner Entscheidungjede Handlung des Lebens anhcimgeben müsse- Gideon,durch ein so aufrichtiges und mit so viel Demuth gemachtesEingeständniß günstig gestimmt, gab sehr bereitwillig seinenAerger auf und erkundigte sich mit gütigen Worten bei Ri-chard, ob er die Wahl eines Berufes, welche ihm vorgelegtsei, überdacht habe; zugleich machte er ihm den Antrag, erwerde ihm alle gehörige Zeit zu Ergreifung eines Entschlussesgestatten.
Hierauf antwortete Richard Middlemas mit derselbenBereitwilligkeit und Offenheit. Um seine Meinung mit mehrSicherheit zu bilden, hatte er seinen Freund, den Stadtschrei-ber, um Rath gefragt. Der Doctor nickte Beifall. Herr