antwortete der Stadtschreiber; „wollt Ihr mir nicht erlauben.Euch noch ein Glas Punsch einzuschenken, Frau Gray?" AISdieß abgelehnt wurde, fuhr er fort: „Ich bemerkte, daß derStaatsboote und sei» Verhaftsbefehl jeden Widerstand Nieder-schlagen mußte. Ihr seht jedoch, wie ruhig er sich benahm,als ich das Gesetz erklärt hatte; ich glaube nicht, daß dieDame von ihm etwas zu besorgen hat. Der Vater aber istein harter Kerl; verlaßt Euch darauf, er hat das jungeFüllen mit der Kinnkctte aufgezogen, und das ist die Ursache,daß das arme Dinge von der Bahn abwich. Ich sollte michnicht wundern, wenn er sie außer Landes brächte, und in einKloster steckte."
„Schwerlich," erwiderte Gray, „wenn meine Vermuthungrichtig ist, daß sowohl Vater als Tochter jüdischer Religionsind."
„Eine Jüdin," fiel Mistreß Gray ein; „habe ich alle dieLast wegen einer Jüdin gehabt? — Ja, ja, ich bemerkte, daßsie Widerwillen empfand, als die Krankenwärterin Simsonihr von Schinken mit Eiern sprach; ich glaubte jedoch, alleJuden hätten lange Bärte, und jenes Mannes Gesicht ist jagerade wie eines unserer Leute. Ich bade sogar einen länge-ren Bart bei dem Doctor selbst gesehen, wenn er keine Zeitsich zu rasiren hatte."
„Das hätte bei Herrn Monyada der Fall sein können,"meinte Lawford, „denn er scheint eine harte Reise zurückgelegtzu haben. Die Juden sind aber oft sehr achtungswertheLeute, Frau Gray; sie haben allerdings keinen Grundbesitz,weil das Gesetz denselben ihnen untersagt, dagegen abereinen großen Einfluß auf den Geldmarkt — viele Staats-papicre, Frau Gray, und ich glaube, dies arme junge Weibist besser daran bei ihrem eigenen Vater, obgleich er ein Jude