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um so deutlicher sagen, daß Ihr von Allem, was Ihr erzählt,nichts wißt; kommt, wir wollen die Flasche austrinken, undwenn Catie (ihre Schwestern gehen in die Kirche) uns Theeeingeschenkt hat, so wird sie Euch den Umriß der Geschichteder armen Meine Gray erzähle», deren Bild Ihr in demDamenzimmer sehen werdet; sie war eine entfernte Verwandtemeines Vaters, welcher jedoch einen hübschen Antheil an derErbschaft der Cousine Menie empfing. Gegenwärtig ist Nie-mand mehr am Leben, welcher durch die Geschichte verletztwerden könnte, obgleich man cS für das Zweckmäßigste hielt,dieselbe zu ihrer Zeit zu unterdrücken; sogar das Geflüsterdarüber veranlaßte meine arme Cousine, in großer Zurückge-zogenheit zu leben. Ich erinnere mich ihrer noch sehr genauvon meiner Kindheit her. Es lag eine große Sanftmuth,aber auch etwas Langweiliges in ihrem Wesen-"
Als wir das Damengemach betraten, wies mein Freundauf ein Gemälde, welches ich schon früher bemerkt hatte, ohnedaß es jedoch mehr als einen vorübergehenden Blick auf sichzog; jetzt betrachtete ich dasselbe mit mehr Aufmerksamkeit.Es war eines jener Portraitö aus der Mitte des vergangenenJahrhunderts, in welchem die Künstler die Steifheit desReisrockes und des Brokates dadurch zu überwinden suchten,daß sie die Figur mit einer Phantasie-Draperie umhüllten,deren Falten wie ein Mantel oder ein Schlafrock nachlässiggeworfen waren, wobei jedoch das Corsett bcibehalten wurde,und den Busen in einer Weise zeigte, welche erwies, daß dieMütter wie ihre Töchter diese Kleidungsart so vortheilhaftfür ihre Reize zu benutzen verstanden, als cs die Natur je-ner Moden nur immer erlaubte. Diesem fügte der wohlbe-kannte Styl jener Zeit, sowie das Antlitz und die Gestaltder dargestellten Person beim ersten Anblick wenig Veranlassung