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seines Freundes erlitten hatte; er empfand nur den Wunschnach Rache, nach Rache an jenem, den er jetzt für seinenbittersten Feind hielt. Seine im Geheimen gehegten Vor-stellungen von seiner Bedeutung und von seiner Würde —von seiner Geburt und von seinem Stand waren ihm um sowerther geworden, weil er sle, wie der Geizhals seinen Schatz,nur im Geheimen genießen konnte, allein dieser Schatz wargeplündert, die Götzen, die er im Geheimen verehrt hatte,waren entweiht. Beschimpft, geschmäht und geschlagen, warer nach seiner Meinung nicht länger seines Namens und sei-nes Stammes würdig; nichts als Rache blieb ihm übrig;während der Gedanke einem jeden seiner Schritte einenschmerzlichen Sporn crtheilte, beschloß er, dieselbe solle soplötzlich und entscheidend als die Beleidigung sein.
Als Robin Oig die Thüre des Bierhauses verließ, lagenwenigstens 7 oder 8 englische Meilen zwisrben Morrison undihm. DaS Vorrücken des Ersteren war langsam, durch denträgen Schritt seines Viehes bedingt; Robin ließ hinter sichStoppelfeld und Hecken, Felsen und dunkle Haide, die vomReif im Hellen Mondlicht des Novembers erglänzten, indem er6 Meilen in einer Stunde zurücklegte. Er hörte das Brüllenvon Morrisons Vieh, er sah, wie es gleich Maulwür-fen an Größe und Langsamkeit der Bewegung auf dem brei-ten Moor einherkroch, er erreichte endlich die Thiere, ging anihnen vorüber, und hielt den Hirten an.
„Möge Glück unser Thcil sein," sagte der Südländer; „istes Robin Mac Combich, oder ist cS sein Doppelgänger?"
„Es ist Robin Mac Combich," erwiderte der Hochländer,„und cr ist es nicht, indeß daran ist nichts gelegen; gebt mirmeinen Dolch zurück."
„Was, wollt Ihr nach den Hochlanden zurück? zum Ten-