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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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dem Zweck gewählten sechs Soldaten waren Verwandte desVerstorbenen, welche mit ihm vom Geschlechte des Mac Dho-nuil Dhu stammten. Während sie sich für die traurige Auf-gabe vorbereiteten, welche ihre Pflicht ihnen auserlegte, ge-schah dieß nicht ohne ein Gefühl befriedigter Rachsucht. Dieerste Compagnie des Regimentes begann aus dem äußerstenThore zu defiliren, und die andern folgten, indem sie sich demBefehl des Adjutanten gemäß bewegten und Halt machten,so daß sie drei Reihen eines länglichen Vierecks mit einwärtsgekehrter Front bildeten. Die vierte Seite des Viereckswurde von dem großen und hohen Abgrund geschloffen, aufwelchem das Schloß sich erhebt; in der Mitte des Zugesging mit unbedecktem Haupte entwaffnet und mit gefesseltenHänden das unglückliche Opfer des Militärgesetzes. Hamishwar leichenblaß, allein sein Schritt war fest und sein Augeso glänzend wie jemals. Der Geistliche ging ihm zur Seite;der Sarg, welcher seine sterblichen Reste empfangen sollte,wurde vor ihm hergetragcn. Die Blicke seiner Kameradenwaren ernst, gefaßt und feierlich. Sie fühlten für den Jüng-ling, dessen schöne Gestalt und männliches, wenn auch unter-würfiges Benehmen, so bald er erblickt wurde, die Herzen vonManchen, sogar von solchen milder gestimmt hatte, welchedurch rachsüchtige Gefühle aufgeregt waren.

Der für den jetzt noch lebenden Leib von Hamish Beanbestimmte Sarg wurde am Ende des hohen Vierecks, unge-fähr zwei Ellen vom Fuße des Abgrundes aufgestellt, welchersich an jenem Ort so steil wie eine steinerne Mauer drei- bisvierhundert Fuß erhebt; dorthin ward auch der Gefangenegeführt; der Geistliche stand noch an seiner Seite, und gabihm Ermahnungen des MutheS und des Trostes, worauf derJüngling mit achtungsvoller Andacht zu hören schien. Mit