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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
507
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mischte. „Ja," sagte sic, „Kalb meines Herzens, der Mondund die Sonne sollen dir aufgehen und untergehen, abernicht, um dir auf dem Wege aus dem Lande deiner Väter zuleuchten, oder dich in Versuchung zu bringen, daß du demfremden Fürsten oder den Todfeinden deines Stammes dienst!Keinem Sohne von Diarmid werde ich überliefert werden,damit man mich füttere als eine Leibeigene; Er, der meinVergnügen und mein Stolz ist, wird mein Wächter und Be-schützer sein. Man sagt, daß die Hochlande sich veränderthaben; ich sehe aber noch, wie der Ben Cruachan seine Gipfelso hoch als jemals zum Abendhimmcl erhebt — Niemand hatnoch Kühe auf dem Grunde oes Loch Awe geweidet, und jeneEiche beugt sich nicht wie eine Weide. Die Kinder der Bergewerden sein wie ihre Väter, bis die Berge selbst sich gleichden Thälern ebnen. In diesen wilden Wäldern, welche tau-send Tapfere zu ernähren pflegten, ist noch sicherlich Lebens-unterhalt und Zuflucht für eine alte Frau und einen tapferenJüngling alten Stammes und alter Sitten übrig gelassen."

Während die übel berathene Mutter sich so des Erfolgesihrer List freute, müssen wir dem Leser erwähnen, daß der-selbe auf der Kenntniß von Arzneikräutern beruhte, welcheElspat, in allen Dingen bewandert, die zu dem wil-den von ihr geführten Leben gehörten, in nicht ungewöhnlichemGrade besaß, und die sie zu verschiedenen Zwecken ausübte.Mit den Kräutern, die sie eben so gut auszuwählen, wie zudestilliren verstand, konnte sie mehr Krankheiten heilen, alsein wissenschaftlich erzogener Arzt zu glauben geneigt seinwürde. Einige verwandte sie zu der glänzenden Färbung derbuntgewürfelten Kleider, aus anderen bildete sie Getränkevon verschiedener Kraft, und besaß auch unglücklicherweise dasGeheimniß, ein starkes, schlaferweckendes Mittel zu bereiten-